Tierisch gute Motive

Sweater und Kuscheljacke von Lötiekids. Hose und Beanie von Zara, Sneaker von Hummel (Bezugsquellen zu Lötiekids durch Klick auf das Bild)

Kleidung macht uns zu dem Menschen, den andere sehen. Sie definiert uns nicht, aber sie legt fest, wie wir wahrgenommen werden. Nicht nur aus diesem Grund bin ich eine große Verfechterin von bewusst ausgewählter Mode. Ja, man kann sie auch irgendetwas überwerfen, um nicht nackt zu sein. Dann mag es auch egal sein, wenn auf dem Shirt einer 3-jährigen “Take me to heaven” steht oder ein frei erfundenes Emblem einer fiktiven Universität auf dem Pullover eines Grundschülers den Nonsense auf die Spitze treibt.

Wenn aber Kleidung dem Träger wirklich “passen” soll, ist ein wenig mehr Fingerspitzengefühl gefragt. Bei Kinder ist es in einer Sache dennoch ganz einfach: Alle Kinder lieben Tiere. Und die Auswahl ist groß. Ok, sie wird etwas kleiner, wenn man Dinosaurier und Einhörner nicht ganz als “Tiere” im engeren Sinne Betrachen mag. Aber je nach persönlicher Vorliebe findet sich für jedes Kind DAS Tier. 

Meeresschildkröten sind auch etwas für größere Kinder. Jacke aus Bio Baumwolle von Lötiekids (Bezugsquellen verlinkt durch Klick aufs Bild)

Die omnipräsenten Einhörner und Dinosaurier werden von vielen Kindern heiß geliebt. Und das ist verständlich und in Ordnung. Aber wer auch jenseits des Mainstreams sucht, findet bezaubernde Motive, die den Blick erweitern für all die anderen wundervollen Tiere dieser Erde.

Geht dieser Blick nicht sofort ins Herz? Dieser niedliche Waschbär schmückt sich und das Shirt mit goldenen Federn. Aus Bio Baumwolle von Baba. (Klick = Bezugsquellen)
Der heulende Wolf zeigt jedem, wie groß und stark man schon ist. Der minimaoistische Stil erfreut das Auge der Erwachsenen gleichfalls. Aus Bio Baumwolle von Baba. (Alle Shops, die Baba führen, findest du unter "Bezugsquellen")

Ich finde es wichtig, die Kinder zu ermutigen, für sich herauszufinden, was sie denn selbst mögen. Nicht, was ihre Freunde toll finden, sondern was sie erfreut und zu ihnen passt.  Wo das eine Kind vielleicht fasziniert gerade alles über Zugtiere lernt und sein Meeresschildkröten-Shirt nicht mehr ausziehen mag, erfreut das andere sich vielleicht vor allem an witzigen Gimmicks und leuchtenden Farben von Tieren, die es einfach schön findet. 

Kindergartenkinder lieben es bunt und fröhlich. Wal-Shirt aus Bio Baumwolle von Tootsa. Händler findest du durch Klick auf das Foto.
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Lustiger Bär mit aufklappbarem Maul. Ein absolutes Lieblingsteil aller Kinder. Von Tootsa

Es gibt viel zu entdecken – in der Tierwelt und auch in der Mode. Auch schon für Kinder. Wie seht ihr das? Sollte es bei Kindern noch egal sein, was sie tragen? Der nächste Dinosaurier mit Weihnachtsmannmütze tut es auch? Oder lohnt es sich, nach Kleidung zu suchen, welche die augenblicklichen Interessen des Kindes widerspiegelt? Und wie wichtig ist eigentlich der persönliche Geschmack der Mama dabei?  Ich kann nicht verleugnen, dass ich manche Designs einfach als Modesünde empfinde und an meinen Kindern nicht sehen will. Unfair? Ich bin sehr gespannt auf eure Meinung!

Mom Style Update – Musselin

“Hast du da eine Baby-Windel um?” Ja, auch solche Kommentare habe ich schon bekommen, als ich anfing, die unfassbar bequemen Tücher aus Musselin zu tragen. Aber das, muss ich sagen, war ganz am Anfang, so vor circa 2 Jahren. Mittlerweile sind wir doch schon viel weiter. Denn wie ist es immer: Man muss eine Sache mindestens acht (8!) mal sehen, bevor man sich an sei gewohnt und sie schön findet. Das ist das ganze Geheimnis hinter Trends – na ja ok, vielleicht nicht das Ganze, aber ein großer Teil davon. Hier also mein Update zu Musselin, eine der schönen Stoff-Entdeckungen der letzten Jahre, wie ich finde.

Tuch und Rock von Rasmussons

Musselin ist nichts anderes als ein reiner Baumwollstoff, der gecrinkelt ist. Diese Kräuselung bleibt übrigens auch nach dem Waschen. Und, kleiner Life-Hack, auch nach dem Bügeln. Nach einer Wäsche ist der Stoff nämlich häufig unschön stark gekräuselt. Mit einmal schnell drüber bügeln sieht er wieder aus wie neu aus dem Geschäft. Ursprünglich als Baby-Spucktuch genutzt, haben viele Frauen entdeckt, wie leicht und doch warm er sich anfühlt und, ganz neben, wie cool er aussieht.

Meistens wird Musselin als Tuch angeboten, aber auch bei Röcken, Bademänteln und Kinder steigt das Angebot langsam aber sicher. Dieser Trend ist definitiv nur ein Nischen-Trend, zu erkennen daran, dass Zara ihn noch nicht rauf und runter reitet. Aber das macht ihn in meinen Augen nur umso attraktiver. Denn um ehrlich zu sein: Ich mag es, Sachen zu tragen, die man nicht an jeder Ecke sieht…

Ohrringe, Tuch, Rock und Sporttasche, alle über www.rasmussons.de

 Aber mit ein wenig Glück findet man in der Lieblings-Boutique oder natürlich im Internet schon eine tolle Auswahl an hochwertigen und besonders schönen Produkten. Hier sei besonders Rasmussons genannt, die sowohl Tücher als auch Röcke Design, die einfach zum niederknien sind. Der über-Knie-lange Rock fällt schön locker – das sieht zum einem total lässig aus, zum anderen ist es aber auch sehr praktisch! Fahrrad fahren, Spielzeug vom Boden aufheben (oder wahlweise das heulten Kind), springen und dabei trotzdem angezogen bleiben, ist bei dem Schnitt kein Problem. Ich mag ja kurze Rücke, aber für den Alltag sind die echt nichts! Das beste Feature sieht man leider nur auf dem ersten Foto ein wenig: Taschen. Röcke mit Taschen sind einfach die Besten! So praktisch! Lippenstift, Autoschlüssel und nicht zuletzt die Hände, wenn man nicht weiß, wo sonst hin mit ihnen… Eines der wichtigen Kriterien bei Kleidern und Röcken sind bei mir vorhandene Taschen! Sagt, ist das nur mein Spleen, oder geht euch das auch so?

Auf diesen Fotos sieht man, wie ein großes Tuch ein ganzes Outfit verändern kann. Was sonst eher schlicht ausgesehen hätte, wird durch das große Tuch mit kräftigen Akzenten schnell zum echten Hingucker. Generell sind die Neonkontraste einfach ein tolles Stilelement!

Generell finde ich Musselintücher als Stil-Allzweckwaffe einfach perfekt. Denn es gibt so viele Farben! Schlicht, laut, fröhlich, zurückhaltend. Alles zu haben. Und so ein großes Tuch, verwandelt ganz leicht jedes Outfit! Jeans und blaues T-Shirt PLUS ein großes Musselintuch und das Outfit ist plötzlich ein Hingucker. Deswegen liebe ich Schals. Sie sind echte Game-Changer. Und. Sie müssen groß sein. Denn dann sehen sie nicht nur besonders cool aus, sie sind auch für viele weitere Alltagssituationen praktische Helfer…

Zwei weitere tolle Produkte aus Musselin will ich euch nicht vorenthalten. Es gibt ja leider wirklich noch nicht sehr viel Auswahl. Aber diese Bademäntel von H&M sind doch einfach der Hammer, oder?

Wie findet ihr Musselin? Bin ich mit meiner Begeisterung noch sehr in einer Nische, oder habt auch ihr das Material schon kennen und lieben gelernt. Gefällt euch der Stil des Rocks und der großen Tücher? Oder sieht euch das alles viel zu sehr noch immer nach Babywindel aus? Ich bin sehr gespannt auf eure Kommentare!

Herbstfarbe Senf – Verkanntes Stylingwunder

Bei meiner Arbeit höre ich immer wieder den Satz “Oh, ich weiß nicht, Senf (oder wahlweise auch Gelb, dann im Sommer) ist so schwierig! Ich glaube, ich nehme lieber eine andere Farbe” Daher ist Senf auch eine der Farben, die sich bei mir in der Agentur am wenigsten verkaufen. Dabei ist es meine Lieblingsfarbe! Da sieht man mal wieder, dass sich eben nicht nur das verkauft, was der Verkäufer anpreist…

Hier also eine Ode an das Gelb im allen Schattierungen. Und da momentan gerade Herbst ist, eben an das Senf. Denn sie ist, wie ich finde, DIE Farbe des Herbstes.

Es gibt zwei Arten, wie man Senf tragen kann: Punktuell, wohl dosiert oder “wenn schon, denn schon”. Ich geh ja selbst gern in die Vollen und trage mit Hingabe vollflächige Sweater und auch Kleider. Der Punkt: das ist auffällig. Sehr auffällig. Wer genau das im Sinn hat, hat es mit dieser Farbe sehr leicht und findet eine große Auswahl bei allen Marken momentan.

Wem das zu viel des Guten ist, der kann es auch mit Mustern mit Senf-Anteilen versuchen oder mit Accessoires. So wie geschehen hier bei den beiden Jungs, die sich freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Die mögen es eher schlicht und wollten daher Mütze und Schal zeigen.

Neben Accessoires kann man (Frau) auch zu Mustern greifen, in denen Gelb lediglich untergeordnet vorkommt. Das stellt einen tollen Bezug zur Jahreszeit her, zieht aber nicht so stark die Aufmerksamkeit auf sich. Zum Thema Waschen übrigens – ja, ich gebe es zu. Gelb ist immer ein Problem, da es leicht verfärbt. Aber, hier kommt das wichtige Aber: das ist eben bei Senf nicht so schlimm, weil schon grau enthalten ist und eine Verfärbung quasi nicht geschieht, bzw gesehen wird. Das Problem löse ich sowieso immer gern durch Muster, denn mal ehrlich, wer würde auf diesem Shirt, welches von Tootsa, meiner Unisex-Marke aus England, ist, einen Fleck sehen? Richtig, niemand! Über das überaus tolle Waffel-Pikee lasse ich mich heute mal nicht aus, es geht ja um die Farbe. Aber es sei gesagt: es ist so toll. Sieht mal anders aus, hält schön warm und ist einfach cool.

Wem nun auch solch wild gemustertes Shirt zu viel ist, dem so noch schnell ein Front-Print ans Herz gelegt. Wie hier bei Baba Babywear, der schlichte, aber starke Löwe nimmt den Fokus von dem Gelb, zudem passt es hier thematisch einfach super. Da kann selbst ein mäkeliges Schulkind nicht mehr meckern. Für vorsichtige erste Kontakte mit der Farbe also ideal.

Eine weitere Möglichkeit ist momentan auch eine Abwandlung des Mustard-Tons, nämlich das Caramell. Etwas wärmer im Farbton und daher auch etwas gedeckter, passt es sich eher ins Bild mit anderen schlichten Farben. Super gut auch als Hose zu tragen, da es dort weiter weg ist vom Kopf, was immer auch etwas die “Dramatik” eines Kleidungsstückes nimmt. Und zudem sind viele Schuhe braun oder beige und nehmen den Farbton toll auf. Perfekt gezeigt hier mit einer Lötiekids Kombination. Gekonnt wurden hier die Farben nach unten genommen und durch den schlichten Sweater gemildert. Nicht mein Style, aber genau so hätte es mir auch gefallen!

Ihr seht, Auswahl gibt es reichlich, ebenso auch Möglichkeiten, die Farbe für sich so einzusetzen, wie es zum eigenen Stil passt. Denn Mode soll natürlich schön sein, aber vor allem soll man sich in ihr schön und wohl fühlen. Daher einfach mal mit dem Kind sprechen und probieren, was genehm ist. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Je älter, desto eher werden kräftige Farben vorsichtig beäugt. Aber mit der Mütze und dem Schal vom Bild hat sich der Große hier wirklich wohl gefühlt. Und in jüngeren Jahren sind sie sowieso noch nicht so empfindlich mit Farben. Also, wenn ihr das nächste Mail in dem Kindermodeladen eures Vertrauens seid, dann traut euch doch mal und geht zu, Senf. Ihr werdet es nicht bereuen! Und wer weiß, vielleicht häng nächsten Herbst dann auch eine größere Auswahl auf den Stangen…

Wie ist es bei euch? Wie findet ihr Senf? Traut ihr euch an die Farbe ran oder ist sie doch noch zu gewagt? Was sagen eure Kinder dazu? Ich freue mich immer über Feedback und eure Meinung!

Jede Geschichte beginnt mit einem ersten Schritt

Schreiben. Kann ich. Gedanken, Meinungen, Inspirationen. Hab ich. Aber deswegen gleich einen Blog? Ja! Ich beschäftige mich beruflich und privat gern und ausdauernd mit Mode, warum also nicht auch im großen, weiten Netz? Ich habe angefangen, auf Pinterest Bilder von Kindermode hochzuladen, die mich inspiriert, mich erfreut, mir gefällt. Das sind natürlich Outfits von meinen Marken (ich würde sie nicht vertreten, würden sie nicht all das in mir auslösen), sondern auch quer durch den Marken-Dschungel – denn Stile miteinander zu kombinieren kann ja durchaus reizvoll sein. Häufig erschlägt das Angebot Frau aber ungemein. Daher mein kleine Meinung dazu – vielleicht kann sie ein Leitfaden zum Entdecken der neuen Lieblings-Styles werden..!